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Angebot und Ziele

 

Wir möchten den Jugendlichen ein individuelles und unterstützendes Beziehungsangebot machen, um durch emotionale Sicherheit in einem geschützten Rahmen traumatische Vorerfahrungen behutsam bearbeiten zu können.

 

Die Mädchen und Burschen sind in Garconnieren verteilt auf ganz Kärnten (je nach Bedarf) untergebracht. Die Intensität der Betreuung ist von den individuellen Ressourcen der Jugendlichen abhängig und wird im Vorfeld mit dem zuständigen Jugendwohlfahrtsträger abgestimmt. Sie reicht von sechs bis vierzig Stunden/Woche, kann aber bei Bedarf auch davon abweichen.

 

Die Jugendlichen erhalten neben der emotionalen Zuwendung und Betreuung vor allem Unterstützung bei lebenspraktischen Tätigkeiten. Durch das Erledigen des Haushaltes (Einkaufen, Kochen, Mülltrennung, Geschirrabwaschen, Putzdienste, Wäsche) soll die Übernahme von Verantwortung und der Prozess des Selbständigwerdens gefördert, sowie die Fähigkeit zum Organisieren erlernt werden. Die Jugendlichen sollen lernen, ihren Tagesablauf zu strukturieren (Schule, Arbeit, Haushalt, Freizeit), sie sollen aber auch lernen, mit neuen Freiheiten umzugehen.

 

Die Aufgaben, mit denen sie konfrontiert werden, bereiten sie für ein selbständiges Leben vor. Dazu gehören die eigene Versorgung im Hinblick auf Nahrung, Kleidung, körperliche Reinigung, sowie der Umgang mit Freizeit und Geld, mit dem anderen Geschlecht, mit den Nachbarn.

 

Der Kontakt mit den Angehörigen ist ein wichtiges Anliegen der sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Arbeit. Ausgehend von einer systemischen Sichtweise ist es notwendig, bei sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Interventionen das Familiensystem der Jugendlichen einzubeziehen, um eine längerfristige günstige Entwicklung der Persönlichkeit der Jugendlichen zu erreichen.

 

 

Zielgruppe:

 

Als Zielgruppe gelten männliche und weibliche Jugendliche im Alter zwischen dem vollendeten sechzehnten und dem vollendeten achtzehnten Lebensjahr (bei Verlängerung durch die Jugendwohlfahrt höchstens bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, in der Behindertenhilfe höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres) mit einer vorhandenen oder einer abgeklungenen psychischen Beeinträchtigung, körperlicher und/oder geistigen (Lern-)Beeinträchtigung. Im Sinne eines kultursensitiven Ansatzes und im Rahmen eines allgemeinen Diversity-Ansatzes sind Jugendliche mit verschiedensten familiären, religiösen und kulturellen Hintergründen Zielgruppe des Betreuten Wohnens.

 

Das sind Jugendliche:

 

  • die aufgrund ihrer sozialen sowie beruflichen Handlungskompetenz oder ihrer Alltagskompetenz nicht unbedingt eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen, die aber sehr wohl Beratung und Betreuung in einigen Teilbereichen der sozialen, psychischen und/oder beruflichen Integration benötigen oder die aufgrund einer psychischen Erkrankung zeitweise labil werden könnten und in bestimmten Situationen Beratung und Hilfe benötigen.
  • die sich in der Übergangsphase von der stationären Unterbringung zum selbständigen Wohnen (im Sinne des Stufenmodells der Soziotherapie von pro mente: kinder jugend familie) befinden.
  • die differnzierter Strukturen bedürfen, als eine an Normen gebundene stationäre Einrichtung bieten kann, um zumindest eine teilweise Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt erfolgreich zu bewältigen (erhöhtes Stundenausmaß im Betreuten Wohnen Intensiv).

 

 

Ziele:

 

  • Schutz
  • Psychische Stabilisierung
  • Entwicklung von Selbständigkeit und Alltagsbewältigungskompetenz
  • Entwicklung der Fähigkeit zur Selbstorganisation, zur Entscheidungs- und Verantwortungsübernahme, zur sozialen Beteiligung und Beziehungsgestaltung
  • Förderung von Handlungskompetenz
  • Unterstützung bei der Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben